Fehlermanagement (oder auch "Exception Management") wird in der Transportlogistik immer wichtiger. Wachsende Komplexität und eine zunehmende Zahl an externen Fertigungspartnern führen zwangsläufig zu immer häufigeren Störungen in der Logistikkette. Die Auswirkungen dieser Pannen können die Produktion genauso wie die Kundenbeziehungen nachhaltig beeinträchtigen.

Optimierte Transportlogistik vermeidet Leerfahrten.

Besonders in der Transportlogistik ist es deshalb wichtig, alle Prozesse mit Hilfe von digitalen Technologien transparent und in Echtzeit zu erfassen, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können – von der Buchung eines Auftrags bis zur Auslieferung der transportierten Waren.

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Bei über 3,3 Milliarden Tonnen, die jedes Jahr mit dem LKW auf Deutschlands Straßen bewegt werden, ist eine klassische Verfolgung jedes einzelnen Transports mit Stift, Papier und Telefon zeitintensiv und zugleich ineffektiv. Deshalb ist Fehlermanagement, das sich ausdrücklich nur mit den Störungen innerhalb des Transportprozesses befasst, in der Logistik von großer Bedeutung. Doch fehlt es aktuell in Unternehmen noch oftmals an standardisierten Prozessen und Abläufen, um im Falle von Unregelmäßigkeiten und Störungen schnell reagieren zu können und so die dadurch verursachten Kosten zu reduzieren.

Fürs Fehlermanagement ist im Transportwesen der Informationsfluss entscheidend

Aber selbst wenn Fehlermanagement Prozesse eingeführt und die Abläufe klar geregelt sind, bleibt der gewünschte Erfolg häufig aus. In den meisten Fällen ist der Grund dafür, dass es schlicht an dringend benötigten Informationen fehlt. Um auf Störungen adäquat und zeitnah reagieren zu können, ist ein Datenfluss notwendig, der möglichst in Echtzeit über den jeweiligen Status Quo eines Transportes informiert.

Gerade im Straßengüterverkehr benötigen Informationen oft viel zu viel Zeit, bis Sie an der richtigen Stelle ankommen. Kein Wunder, schließlich sind Live-Tracking und der Erhalt von Belade- und Lieferavis in Echtzeit für viele Verlader und Empfänger im Mittelstand noch die Ausnahme. Allerdings ist Beides notwendig, um zeitnah und effektiv auf Ausnahmesituationen zu reagieren.

Erst durch die digitale Transportabwicklung wird das Fehlermanagement zur Selbstverständlichkeit

Die Tatsache, dass die meisten mittelständischen Unternehmen in Europa heute immer noch nicht auf diese beiden grundlegenden Funktionen zurückgreifen, ist umso erstaunlicher, als dass es tatsächlich nur einiger essentieller Informationen bedarf, um den größten Schaden von der Logistikkette abzuwenden:

Eine digitale Transportabwicklung macht diese Informationen in Echtzeit allen Beteiligten zugänglich und ermöglicht so auch ein digitales Fehlermanagement.

Sie versetzt den Verlader in die Lage, sofort umzudisponieren und Anpassungen bei Personal, im Lager und an der Rampe vorzunehmen, um beispielsweise entstandene Verspätungen wieder aufzuholen. Außerdem können Kunden so frühzeitig über eventuelle Probleme informiert werden um Ihnen genügend Zeit zu verschaffen sich auf die veränderte Situation einzustellen.

Während Beschädigungen an der Ware durch sorgsamen Umgang weitestgehend vermieden werden können, können Verspätungen durch sorgfältige und auskömmliche Planung zwar eingeschränkt, aber nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Ein funktionierendes Fehlermanagement, das durch die beschriebenen, essentiellen Echtzeitinformationen gefüttert wird, verringert die Zahl negativer Auswirkungen, führt zu mehr Effizienz in der Produktion sowie im Transport und damit direkt zu zufriedenen Kunden.