Digitalisierung und Industrie 4.0 schaffen eine Welt, in der sich nahezu alle Prozesse in Produktion und Logistik messen lassen. Manager stehen daher für Entscheidungen immer mehr Daten zur Verfügung. Um aus der Datenflut auch sinnvolle Schlüsse ziehen zu können, bedarf es gründlicher Daten-Analyse.

Digital gesteuerte Lieferketten werden daher nicht nur datengetrieben sein ("Data-Driven"), sondern auch von Daten-Analysen leben ("Analytics-Powered"). Das Zusammenspiel von Datenerhebung und Daten-Analyse wird auf Dauer auch das Verständnis und die Herangehensweise an Supply Chains verändern. Die Metapher der "Kette" trifft nur noch bedingt zu. Künftig sollte eher vom Supply Network, dem Liefer-Netzwerk gesprochen werden.

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Digitale Lösungen verändern Geschäftsbeziehungen – aus der klassischen Supply Chain wird ein Supply Network. William Bout on Unsplash

In diesem Artikel erfahren Sie:

Wer Daten nutzen will, muss sie analysieren und sich mit anderen vernetzen

Die Supply Chain wird in der Fachliteratur meist als umfassende Prozesskette beschrieben, die vom Lieferanten bis zum Kunden reicht und alle Teilbereiche mit einbezieht. In der jüngeren Literatur schließt das sogar das Recycling des Endproduktes ein. Die Informationsverarbeitung erfolgt in diesem Bild zwar durchgängig, die Informationen fließen jedoch lediglich linear, also jeweils immer nur in eine Richtung.

In der Praxis wird das Modell zwar als Kreislauf umgesetzt, sodass Informationen zwischen den Beteiligten ausgetauscht werden, dieser Austausch dauert jedoch. Zudem ist er mit erheblichen bürokratischem Aufwand und damit hohen Kosten verbunden.

In der digitalen Transportorganisation werden Daten in Echtzeit erhoben. Zugleich hat jeder beliebige Empfänger auch in Echtzeit Zugriff auf diese Daten. Werden diese Daten zielgerichtet analysiert, ergeben sich enorme Potenziale, um Produktion und Logistik entlang von Lieferketten besser zu kontrollieren und zu steuern.

Potenziale von Datenerfassung und -Analyse zur Optimierung von Lieferketten

Etwas allgemeiner können als wesentliche Vorteile der digitalen Supply Chain genannt werden:

Digitale Lösungen sichern die Durchgängigkeit von Daten

Wie in allen Bereichen der Wirtschaft gilt auch für Big Data in der Logistik, dass es vor allem auf die Qualität der Daten ankommt. Daher reicht es in der Regel nicht aus, wenn Firmen lediglich intern Daten erheben und auswerten. Richtige Schlüsse, zutreffende Voraussagen und Optimierungsstrategien ergeben sich oft erst, wenn es gelingt die Daten verschiedener Partner miteinander zu kombinieren.

Auch aus diesem Grund tendieren datengetriebene und analysegesteuerte Lieferketten zu Netzwerkstrukturen. Digitale Logistikdienstleiter wie Frachtraum sind dafür bestens ausgerüstet. Denn sie ermöglichen Vertragsverhältnisse zwischen Vielen an einem Punkt zu vereinheitlichen. Welchen Vorteil das bringt, wird unmittelbar ersichtlich, wenn man sich das Gegenmodell vor Augen hält: Um Daten zwischen Betrieben auszutauschen, müssten die Kooperationspartner einzeln miteinander Verträge abschließen. Ein Aufwand, der die Vorteile der IT rasch ad absurdum führen würde.

Auf einer digitalen Plattform agieren dagegen alle Beteiligten unter dem gleichen "Vertragsdach". Zudem nutzen sie auch die gleichen Schnittstellen. Die viel beschworene Transparenz der Daten ist für alle Mitspieler auf Frachtraum schon heute Alltag, da wir Lieferketten bereits im Sinne des Netzwerkgedankens behandeln.